„Tradition mit Abrissgarantie“

Zum Kommentar „Zu Spät gejammert“ des Chefredakteurs der Nürnberger Nachrichten in der NN-Ausgabe vom 11.03.2021 (siehe Foto):

Das Abstimmungsverhalten von Stadträten aus unterschiedlichsten Fraktionen, die sich in ihrer Meinung hier mehrheitlich einig waren, mit einem Satz wie: „Das gemeindliche Einvernehmen trotzig abzulehnen ist kein erwachsenes Verhalten, sondern ist pure Folklore, wie damals bei der Straßenausbaubeitragssatzung.“ abzukanzeln, erscheint hier als pure Meinungsmache.

Auch, worauf Mutmaßungen, wie „…kein Stadtrat will es etwa kaufen…“ fußen, ist nicht ersichtlich. Vermisst wird vom Leser ein Foto des geplanten Bauobjekts. Wurde es vergessen oder absichtlich nicht mit abgedruckt?

Dem mündigen Leser wäre damit zumindest die Chance gegeben gewesen, sich selbst eine Meinung zu bilden und dieser Kommentar hätte sich dann vielleicht erübrigt.

Bauschutt in Moggast

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der von der Fraktion FDP/Bürgerforum durchgeführten
Recherchen, handelt es sich bei der von der Stadt mit Aushub belegten Fläche, seit 2001 um ein Feuchtbiotop, das der Stadt gehört. Im Pflege- und Sicherungskonzept wurde der Stadt eine Mahd alle zwei Jahre Ende September empfohlen.
Sämtliche im Flurbereinigungsverfahren Moggast II ausgewiesenen Ökoflächen wurden 2003 dem Landesamt für Umwelt zur Einstellung in das Ökoflächenkataster gemeldet. Das Verfahren wurde im Jahre 2009 durch Erlass der Schlussfeststellung beendet.

Das Vorhaben wurde auf Grund seiner Einmaligkeit mit dem Staatspreis des bayerischen Landwirtschaftsministeriums gewürdigt und mit einem Preisgeld in Höhe von 8000 € honoriert.
So wurde es uns vom stellvertretenden Amtsleiter Wolfgang Kießling vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken auf Anfrage mitgeteilt.
Im Übrigen liegt diese Schlussfeststellung seit dieser Zeit im Rathaus der Stadt Ebermannstadt vor.
Es ist interessant wie sich die Bürgermeisterin in dieser Angelegenheit verhält. Unserer Meinung nach fehlt eine klare Aussage bzw. ein Eingeständnis einen Fehler gemacht zu haben.

Man hätte auch auf die Erfahrungen der beteiligten Moggaster Bürger zurückgreifen können, mit deren Einverständnis die ökologische Flurbereinigung durchgeführt wurde. Sicher hätten auch amtierende oder frühere Stadträte darauf hinweisen können, wären sie denn gefragt worden.
Auf die Veröffentlichungen, die hierzu in der Presse gemacht wurden, dürfen wir verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Dorscht

Im Namen der Fraktion  FDP/Bürgerforum

 

Anhang: