Kommt ein Solarpark in Ebermannstadt?

Seit einigen Wochen geben sich Solarinvestoren bei Grundstückseigentümern im Mühlbachtal die Türklinke in die Hand. Drei Unternehmen buhlen bei Pächtern und Grundstücksbesitzern in Neuses Poxstall um deren Gunst mit bis zu 30- jährigen Pachtverträgen zur Errichtung eines Solarparks in der Flur auf dem Neuseser Berg. Wie Betroffene und Bürger berichten, soll dort oben auf der Langen Meile wohl die größte Sonnenkraftanlage der Fränkischen Schweiz errichtet werden. Insgesamt geht man von bis zu 30 ha aus. Die Leistung soll rund 900 bis 1000 kWp pro Hektar erreichen. (kWp ist der Begriff für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage und steht für Kilowatt peak)
Da unter den Firmen von auswärts sich auch die Stadtwerke Ebermannstadt um Flächen bemühen, stellte die Fraktion FDP/ Bürgerforum in der Stadtratsitzung am 19. Mai dazu eine Anfrage zum Sachstand des Solarparks an die Bürgermeisterin. Diese gab zur Antwort:
„Zu gegebener Zeit werde ich den Stadtrat informieren.“
Dabei ging es unserer Fraktion in erster Linie darum, rechtzeitig die Bürger mit einzubeziehen und eventuell durch die Stadtwerke Ebermannstadt eine finanzielle Beteiligung für alle Interessierten Bürger zu ermöglichen bzw. zu schaffen.
Auf Grund der geplanten Größe der Photovoltaikanlage dürfte es unproblematisch sein, einen entsprechenden Fond für die Bürger/ Innen zu bilden, damit auch das erwirtschaftete Kapital in der Stadt und Region erhalten bleibt.

„Tradition mit Abrissgarantie“

Zum Kommentar „Zu Spät gejammert“ des Chefredakteurs der Nürnberger Nachrichten in der NN-Ausgabe vom 11.03.2021 (siehe Foto):

Das Abstimmungsverhalten von Stadträten aus unterschiedlichsten Fraktionen, die sich in ihrer Meinung hier mehrheitlich einig waren, mit einem Satz wie: „Das gemeindliche Einvernehmen trotzig abzulehnen ist kein erwachsenes Verhalten, sondern ist pure Folklore, wie damals bei der Straßenausbaubeitragssatzung.“ abzukanzeln, erscheint hier als pure Meinungsmache.

Auch, worauf Mutmaßungen, wie „…kein Stadtrat will es etwa kaufen…“ fußen, ist nicht ersichtlich. Vermisst wird vom Leser ein Foto des geplanten Bauobjekts. Wurde es vergessen oder absichtlich nicht mit abgedruckt?

Dem mündigen Leser wäre damit zumindest die Chance gegeben gewesen, sich selbst eine Meinung zu bilden und dieser Kommentar hätte sich dann vielleicht erübrigt.